Aus Protest gegen das im Bundestag beschlossene neue Wehrdienstgesetz sind auch in Bayern Schülerinnen und Schüler auf die Straße gegangen. Im Rahmen eines bundesweiten Schülerstreiks protestierten sie unter anderem in München, Nürnberg und Augsburg gegen die Einführung des freiwilligen Wehrdienstes sowie gegen mögliche Verpflichtungen, die in dem neuen Gesetz grundsätzlich möglich gemacht werden.
In München versammelten sich am Freitag rund 1.300 Menschen, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Bereits am Donnerstag waren dort laut Polizei rund 1.500 junge Leute zusammengekommen. In Augsburg zählte die Polizei am Freitag rund 350 Demonstranten. In Nürnberg kamen laut Polizei etwa 400 Menschen zusammen. Auch in kleineren Städten wie Rosenheim oder Landshut waren Aktionen gegen das neue Gesetz geplant.
Der Schülerstreik betraf dabei häufig nur die letzten ein oder zwei Schulstunden - das Kultusministerium hatte im Vorfeld bereits auf die bestehende Schulpflicht verwiesen.