Ein Lehrer, rund 25 Schüler und der Lehrplan der entsprechenden Jahrgangsstufe. So stellen sich viele Menschen Unterricht an Bayerns Schulen vor. Doch dieses klassische Bild ist in vielen Klassen längst Vergangenheit. Oft müssen Lehrer inzwischen von Schulbegleitern für einzelne Kinder unterstützt werden, weil der Nachwuchs dem Unterricht nicht mehr gewachsen ist. Tendenz: rapide steigend, wie das bayerische Sozialministerium bestätigt.
Gerade die Zahl der Kinder, die wegen Beeinträchtigungen wie ADHS, Konzentrationsproblemen, mangelnder Impulskontrolle, Aggressionen oder ähnlichem eine Schulbegleitung haben, hat sich von 2018 bis 2024 mehr als verdoppelt. Waren es laut Ministerium vor acht Jahren noch 2.755 registrierte Schulbegleitungen im Freistaat, registrierte es vor zwei Jahren bereits 6.842 Fälle.