Träger und Kommunen begrüßen die grundsätzliche Ausrichtung des neuen bayerischen Kita-Gesetzes – befürchten jedoch auch in Zukunft strukturelle Defizite mit finanziellen Folgen für die Eltern. Aufgrund der engen Spielräume und weiter bestehenden Defiziten «werden die meisten Kita-Träger nicht darum herumkommen, die Elternbeiträge weiterhin anzupassen», sagte etwa Alexa Glawogger-Feucht vom Verband katholischer Kindertageseinrichtungen bei einer Expertenanhörung im Landtag.
Nach der Streichung des Familien- und Krippengeldes fürchten in Bayern derzeit viele Eltern kleiner Kinder, dass auch die Umschichtung des monatlichen Zuschusses zu den Kindergartenbeiträgen zu ihren Lasten geht. Familienministerin Ulrike Scharf (CSU) versuchte sie zu beruhigen. «Ich kann den Eltern die Sorge nehmen, dass diese 100 Euro gestrichen werden, die da immer im Raum stehen. Das stimmt so einfach nicht.» Die Summe des Beitragszuschusses fließe «zu 100 Prozent in die Kita-Finanzierung mit ein»; die Zahlung werde nur technisch anders organisiert.