Die bundesweite Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns in den nächsten beiden Jahren wird in Bayern etwa einer Million Beschäftigten zugutekommen. Das sagte der bayerische DGB-Vorsitzende Bernhard Stiedl. Die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft hingegen erwartet einen Anstieg der Arbeitslosigkeit sowie Preiserhöhungen gerade bei Konsumgütern.
Die Mindestlohnkommission von Arbeitgebern und Gewerkschaften hatte zuvor beschlossen, den gesetzlichen Mindestlohn von derzeit 12,82 Euro auf 13,90 Euro im Januar 2026 und 14,60 Euro ab 2027 zu erhöhen. In Summe ist das eine Steigerung von knapp 14 Prozent. «Besonders in einem Hochpreisland wie Bayern war diese Erhöhung überfällig», sagte Bernhard Stiedl, der Vorsitzende des DGB in Bayern. «Rund eine Million Beschäftigte im Freistaat profitieren nun von mehr Lohn, und damit von spürbar mehr Stabilität im Alltag.» Die Erhöhung sei ein Erfolg der Gewerkschaften.