Die einen untersuchen geologische Formationen in entlegenen Gebieten wie der Wüste Sahara oder dem Nordpol, andere kleine Satelliten können bei der Warnung vor Vulkanausbrüchen und Erdbeben helfen: Im kommenden Jahr - wahrscheinlich im Juni - will das Zentrum für Telematik (ZfT) in Würzburg zehn Kleinsatelliten für Telekommunikations- und Erdbeobachtungsaufgaben von den USA aus ins All bringen lassen. ZfT-Vorstand Klaus Schilling erklärt, was insbesondere die bayerischen Waldbesitzer davon haben:
Welche Aufgaben haben die kleinen Satelliten aus Würzburg?
«Das reicht von wichtigen Technologien zur Quantenschlüsselverteilung für spätere abhörsichere Kommunikation bis hin zur Erdbeobachtung, insbesondere der Waldschadensdetektion im bayerischen Forst», erklärt Schilling.
Mit dem im Satelliten erzeugten Quantenschlüssel wird die Verschlüsselung von Informationen im Kommunikationsnetz am Boden möglich. Hier sorgt die Quantenphysik dafür, dass niemand lauschen kann.
Bisher wird laut Schilling mit Software verschlüsselt. «Softwareprogramme kann man aber hacken und dann auch die geheimen Informationen knacken.»
Mit der Quantenkryptographie ist es möglich, abhörsicher Schlüssel vom Satelliten an Sender und Empfänger zu senden. Ein Lauscher kann seine Anwesenheit daher nicht verschleiern und würde sich sofort verraten. Die verschlüsselte Nachricht wird dann auf klassischem Weg über normale irdische Verbindungen ausgetauscht.