Lange Zeit galten die Höhenlagen der deutschen Mittelgebirge als sichere Standorte für die Fichte - doch selbst dort greift der Borkenkäfer die Nadelbäume an. «Es ist nichts mehr sicher», sagte Henrik Hartmann, Leiter des Instituts für Waldschutz am Julius Kühn-Institut in Quedlinburg. «Der Buchdrucker-Borkenkäfer geht mittlerweile auch in die Bestände in den Höhenlagen.»
In den Mittelgebirgen herrschen niedrigere Temperaturen als in den Niederungen. «Bisher dachten wir: Dem Borkenkäfer gefällt es in den Höhenlagen über 650 Metern nicht so gut», sagte Hartmann. «Dort konnte zwar immer mal ein Borkenkäfer vorkommen, aber Massenvermehrungen sahen wir da früher nicht.» Hitzejahre und Dürren führten auch dort immer wieder zu Trockenstress, durch Sturm umgeworfene und geschwächte Bäume bilden leichte Angriffspunkte.