Von den großen Plänen für ein NS-Dokumentationszentrum in Bayreuth bleibt nur eine sehr kleine Lösung übrig. Ursprünglich hatte es das Vorhaben gegeben, im früheren Wohnhaus von Houston Stewart Chamberlain (1855-1927), Schwiegersohn Richard Wagners und Vordenker von Rassismus und Antisemitismus im Dunstkreis der Festspiele, ein NS-Dokuzentrum zu installieren. Dem erteilte nun eine Mehrheit der Mitglieder des Bayreuther Stadtrats eine Absage. Stattdessen befürwortete das Gremium mehrheitlich die Fokussierung auf digitale Angebote.
Demnach wird es kein physisches Dokuzentrum geben. Renoviert werden soll das Haus gleichwohl, für etwa drei Millionen Euro. Das erläuterte ein Sprecher der Kommune. Momentan beherbergt das Gebäude das Jean-Paul-Museum. Es liegt in direkter Nachbarschaft zum Haus Wahnfried, dem Wohnhaus Wagners und heutigem Richard-Wagner-Museum.