Die deutsch-französische ArianeGroup will die Zahl der Starts ihrer Trägerrakete Ariane 6 im laufenden Jahr verdoppeln. Insgesamt sind sieben bis acht Flüge geplant, wie Firmenchef Pierre Godart sagt. Für sie steht die Ladung schon komplett unter Vertrag. Die Rakete ist seit 2024 im Einsatz, 2025 startete sie viermal.
Bereits geplant ist, die Kapazität 2027 auf rund zehn Raketen pro Jahr zu steigern. Auf längere Sicht könnte sie noch weiter anwachsen: Man prüfe die Startfrequenz zu erhöhen, sagt Godart. Dafür müsse man aber sicherstellen, dass der Bedarf auch langfristig vorhanden ist, damit sich die Investitionen auch lohnen. «Wir investieren, wenn es wirtschaftlich ist», betonte Godart. In diesem Zusammenhang wirbt er für die sogenannte europäische Präferenz, dass also staatliche und staatlich finanzierte Akteure aus Europa auch europäische Raketen nutzen. In anderen Ländern sei dies für deren Raketen-Industrie auch der Fall.
Aktuell hat die ArianeGroup nach eigenen Angaben rund 30 Starts unter Vertrag. In den kommenden Jahren gebe es aber teilweise noch freie Slots, sagt der Unternehmenschef.