Notlandung, Kollision, über die Startbahn gerutscht: Mindestens 15 Zwischenfälle hat es am Flughafen München seit seiner Eröffnung im Jahr 1992 gegeben, die von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) untersucht wurden - bei mehr als 11,3 Millionen Flugbewegungen. Hinzukommen die beiden jüngsten Pannen vom vergangenen Samstag und Montag. Sämtliche Fälle sind glimpflich ausgegangen. Eine Übersicht von einigen Vorfällen auf Basis der Untersuchungsberichte aus der BFU-Datenbank.
5. Januar 2004
Eine aus Wien kommende Fokker 70 muss notlanden. Zuvor waren Probleme mit einem Triebwerk festgestellt worden. Auslöser war Eisbildung. Die Maschine setzte etwa 4,5 Kilometer vor der Landebahn auf einem schneebedeckten Acker auf und kam mit teilweise ausgefahrenem Fahrwerken auf dem Rumpf liegend schwer beschädigt zum Stillstand. Vier Besatzungsmitglieder und 28 Fluggäste konnten die Maschine selbst verlassen.
17. August 2007
Beim Rollen zur Startbahn bricht bei einem Airbus A 330-200 bei einer Kurvenbewegung ein Fahrwerksträger. Die Piloten bremsten die Maschine unverzüglich. Die 244 Passagiere und 15 Besatzungsmitglieder verließen das Flugzeug auf dem Rollweg unverletzt über Treppen.
21. September 2007
Beim Landeanflug einer aus München kommenden DHC-8-400 in Florenz lässt sich das Bugfahrwerk nicht ausfahren. Die Piloten entschieden, nach München für Notlandung nur mit ausgefahrenen Hauptfahrwerken zurückzukehren. Das Bugfahrwerk war verklemmt, nachdem eine Schraubenfeder gebrochen war. Die Passagiere konnten die Maschine über die Treppe verlassen.