Nach langen Verhandlungen steht das Rettungspaket für den angeschlagenen Autozulieferer Webasto. Die Gespräche von Vorstand, Eigentümern, Banken und beteiligten Autoherstellern sind nunmehr abgeschlossen, wie es aus Industriekreisen hieß. Das Finanzierungspaket hat dem Vernehmen nach ein Volumen von knapp zwei Milliarden Euro. Erste Teilbeträge sollen bereits in den kommenden Tagen ausgezahlt werden. Es fehlt lediglich noch die endgültige schriftliche Ausarbeitung der Verträge durch die beauftragten Anwaltskanzleien. Webasto gab auf Anfrage keine Stellungnahme ab.
Hohe Schulden und Probleme in China
Der Konzern ist mit mittlerweile über einer Milliarde Euro verschuldet. Einerseits gab es in den vergangenen Jahren Misserfolg mit neuen Produkten wie Ladesäulen für Elektroautos. Webasto hatte dieses defizitäre Geschäft bereits Anfang 2024 wieder verkauft. Abgesehen davon leidet Webasto - wie andere Zulieferer auch - unter den sinkenden Absatzzahlen der deutschen Autohersteller in China. Allein VW lieferte in der Volksrepublik im vergangenen Jahr fast 1,3 Millionen Million Autos weniger als 2018. Webasto zählt zu den deutschen Unternehmen, die im vergangenen Jahrzehnt sehr auf den chinesischen Markt setzten.
Die Autohersteller waren an den Sanierungsverhandlungen beteiligt, weil VW und Co. ihre eigene Produktion planen müssen. Neben VW war unter anderem BMW an den Gesprächen beteiligt.
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