Die milden Temperaturen der vergangenen Wochen könnten sich einem Experten zufolge negativ auf die Apfelernte am Bodensee auswirken. Die Obstbäume würden zu früh erwachen, der noch zu erwartende Frost könnten den zarten Blüten gefährlich werden, sagte der Geschäftsführer des Kompetenzzentrums Obstbau Bodensee (KOB) in Bavendorf bei Ravensburg, Manfred Büchele. Frostschäden könnten zu Ernteausfällen führen. Gleiches gelte auch für andere Obstsorten wie Birnen und Kirschen.
Befeuert wurde die Vegetation demnach vor allem vom milden Februar. Der hatte sich laut dem Deutschem Wetterdienst (DWD) eher als März oder April präsentiert. Mit 6,9 Grad Celsius lagen die Temperaturen in dem Monat laut den Meteorologen deutlich über dem Mittelwert.
In den 1970er und -80er Jahren seien blühende Apfelbäume um den 1. Mai herum die Norm gewesen. Das Erwachen der Bäume verschiebe sich zeitlich aber seit ein paar Jahren immer weiter nach vorn. Für diese Saison geht Apfelexperte Büchele von Mitte April aus. Frost am Bodensee sei bis Anfang Mai üblich.