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A8 wird im Osten zunächst nur kleiner ausgebaut

A8 wird im Osten zunächst nur kleiner ausgebaut
Gebaut werden muss an der A8 zwischen Chiemsee und Salzburg - doch wie, darüber gibt es Streit. (Symbolbild) / Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa
Von: DieBayern.de News
Sechsspurig wie geplant oder doch nur vierspurig? Die Autobahn GmbH spricht von einer Planänderung, die Verkehrsminister von Bund und Bayern widersprechen.

Wird die Autobahn 8 zwischen Chiemsee und Salzburg sechsspurig oder bleibt sie vierspurig und bekommt nur einen Standstreifen? Nachdem widersprüchliche Aussagen der Autobahn GmbH des Bundes sowie der Verkehrsminister am Montag für Verwirrung sorgten, ist die Antwort nun wohl: Erst das eine, dann das andere, wie aus einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur hervorgeht.

Demnach wird die A8 zunächst nur bis zur Anschlussstelle Felden im Südwesten des Chiemsees sechsspurig ausgebaut. Dort sind die Planungen dem Ministerium zufolge weit fortgeschritten. «Für die Weiterführung bis zur Bundesgrenze ist als Zwischenschritt eine bestandsnahe Erhaltung der A8 - ein vierstreifiger Querschnitt mit Seitenstreifen und die Einrichtung einer temporären Seitenstreifenfreigabe - sowie der Ersatzneubau schadhafter Brückenbauwerke vorgesehen», heißt es vom Ministerium. «Die Zwischenstufe ist erforderlich, um angesichts der dringend sanierungsbedürftigen Bauwerke den fortlaufenden Betrieb der A8 sowie die Verkehrssicherheit der Strecke zu gewährleisten.»

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«Wir stehen zum sechsstreifigen Ausbau»

Grundsätzlich steht der im Bundesverkehrswegeplan vorgesehene sechspurige Ausbau des Stücks vom Chiemsee bis zur Grenze aber nicht infrage. Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) hatte am Montag in Kiel auf Nachfrage betont: «Wir stehen zum sechsstreifigen Ausbau der A8 in diesem Bereich.» Grundsätzlich gelte: «Auftrag aus dem Bundesverkehrswegeplan ist umzusetzen.» Es gebe keine Absage an den Ausbau, sondern es gehe um einzelne Schritte der Umsetzung.

Am Montag hatten zunächst Aussagen der Autobahn GmbH des Bundes für Verwirrung gesorgt. Ein Sprecher bestätigte einen Bericht des «Münchner Merkur» von Ippen Media, dass geplant sei vom Chiemsee bis zur Landesgrenze nicht mehr sechs, sondern nur noch vierspurig plus Seitenstreifen auszubauen.

Die Brücken sind alt

Der Sprecher der Autobahn-GmbH hatte die Abweichung unter anderem damit begründet, dass die Brücken dort dringend erneuert werden müssen. Wenn man die Erneuerung der Autobahn in der Form eines Ausbaus auf vier Spuren plus Standstreifen umsetze, könne man die Trasse beibehalten und die neuen Brücken direkt an die richtigen Stellen bauen. Baue man dagegen auf sechs Spuren plus Standstreifen aus, verschiebe sich die Trasse und man müsse bei den Brücken mit Provisorien arbeiten. 

Aus dem bayerischen Verkehrsministerium war prompt heftiger Widerspruch gekommen: «Der sechsstreifige Ausbau der Autobahn A8 muss kommen und wird mit ganzer Kraft vorangetrieben», sagt der Verkehrsminister des Freistaats, Christian Bernreiter (CSU). «Der Bundesverkehrswegeplan ist Gesetz. Als Staatsregierung machen wir deswegen maximal Druck. Jede Chance, schneller voranzukommen, muss konsequent genutzt werden.»

Bernreiter hofft für den Ausbau auch auf das neue Infrastrukturzukunftsgesetz. Dieses stelle Autobahnprojekte ins überragende öffentliche Interesse. «Damit haben wir ganz neue Möglichkeiten.»

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