Der Autozulieferer Valeo baut 134 Arbeitsplätze am Standort Ebern in Unterfranken (Landkreis Haßberge) ab. Der Abbau betrifft vor allem Forschung und Entwicklung, teilte das Unternehmen auf Nachfrage mit. Demnach werden 97 Stellen komplett gestrichen, weitere 37 sollen nach Erlangen verlagert werden. «Wir wollen die Forschung und Entwicklung stärker an einzelnen Standorten zentrieren», sagte ein Valeo-Sprecher. In Deutschland sei dies Erlangen. Der Hauptsitz von Valeo ist in Paris.
Neben Ebern sind weitere Valeo-Werke vom Stellenabbau betroffen. Bereits am Mittwoch war bekanntgeworden, dass das Werk in Bad Neustadt schließt. Dort verlieren den aktuellen Plänen zufolge 143 Menschen ihren Job, 40 soll ein Wechsel nach Erlangen angeboten werden.
Auch in Bad Rodbach im Landkreis Coburg fallen laut Valeo bis Ende 2028 Stellen weg, dort sogar 230, davon rund 100 in der Produktion, etwa 70 in der Forschung und Entwicklung sowie weitere circa 60 in unterstützten Funktionen wie der Verwaltung. Der Bereich Systementwicklung soll laut Valeo jedoch am Standort gestärkt werden. In Bad Rodbach werden Thermokomponenten wie Klimaanlagen produziert.