Trotz der Krise im Bausektor blickt die neue Landesbausparkasse Süd recht optimistisch in die Zukunft. Die Jahre des teuer erkauften Immobilienbooms seien vorbei und würden absehbar nicht wiederkommen, sagte Vorstandsvorsitzender Stefan Siebert bei der ersten Bilanzpressekonferenz des Instituts in Stuttgart. Darüber hinaus hätten Inflation und Zinswende gegenwärtig ihre Spuren im Bausektor hinterlassen. Für das Bausparkassen-System seien die Bedingungen mittel- und langfristig aber gut. Die Menschen würden aktuell das Kernargument des Bausparens erleben: «Nämlich Zinssicherheit bis zur Endfälligkeit der entsprechenden Darlehen.»
Nach der Renaissance des Bausparvertrags musste die Landesbausparkasse Süd (LBS Süd) beim Neugeschäft vergangenes Jahr wieder Abstriche machen. Die Zahl neuer Verträge sank demnach um rund elf Prozent auf 218.000 Stück. Deren Bausparsumme ging im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Fünftel zurück - von 20,5 auf 16,4 Milliarden Euro. Auf lange Sicht betrachtet sei das ein hohes Niveau, sagte Siebert. Trotz des Rückgangs liegen die Werte für das Neugeschäft demnach noch über denen der Jahre 2020 und 2021, aber etwas niedriger als 2019.