In den ersten fünf Monaten des Jahres wurde im Freistaat für 90 Windenergieanlagen die Genehmigung beantragt und für 16 Anlagen eine Genehmigung erteilt. Dies teilte das bayerische Wirtschaftsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in München mit. Die durchschnittliche Leistung pro beantragter Anlage liege bei rund 6,7 Megawatt. 2023 seien zudem für 64 Anlagen Genehmigungsanträge gestellt worden, dies seien «so viel wie seit dem Jahr 2014 nicht mehr».
Im ersten Halbjahr 2024 nur vier neue Windanlagen in Bayern
Wie dringend notwendig für eine erfolgreiche Energiewende auch die Realisierung der Windkraftprojekte in Bayern ist, zeigt die jüngste Statistik des Bundesverbands Windenergie: Mit einem realen Zubau von vier Windenergieanlagen und einer Gesamtleistung von 21 Megawatt belegte Bayern im ersten Halbjahr 2024 wieder einmal nur einen der hintersten Plätze im bundesweiten Vergleich. Nur Sachsen, Thüringen, das Saarland und die drei Stadtstaaten Hamburg, Berlin und Bremen landeten demnach hinter dem Freistaat.
Geschmälert wird der ohnehin zu geringe Ausbau in den ersten sechs Monaten zudem durch den zeitgleichen Rückbau eines Windrades mit einer Leistung von einem Megawatt. Bayern braucht aber mehr eigene Windenergie, will der Freistaat seine klimapolitischen Ziele und den wachsenden Energiebedarf decken. Auch die nun von Aiwanger gelobten Antragszahlen werden nicht ausreichen. Die Staatsregierung setzte es sich immerhin zum Ziel, bis 2030 1.000 neue Windenergieanlagen zu initiieren.