Mit moderner Technik sollen Stromausfälle künftig deutlich schneller behoben werden. Derzeit dauere es durchschnittlich 54 Minuten, bis die Versorgung wieder steht, sagte der Geschäftsführer Technik des Netzbetreibers Netze BW, Martin Konermann, der Deutschen Presse-Agentur. «Das soll unter einer Sekunde gehen.»
Das Zauberwort lautet auch hier Digitalisierung: Derzeit müssen Monteure bei einem Defekt noch die verschiedenen Umspannstationen abfahren und schauen, zwischen welchen das Problem besteht - und dann die Schalter entsprechend umlegen. Digitale Möglichkeiten der Sensorik (zum Messen) und der Aktorik (zum Ausführen) sollen das künftig voll automatisch und in Windeseile ermöglichen. «Selbstheilende» Netze, nennt Netze BW das. Die Monteure könnten dann in Ruhe die genaue Fehlerstelle suchen und reparieren, sagte Konermann.