Ignorierte Ampeln, Abkürzungen durch Einbahnstraßen, Fußwege oder direkt durch den Gegenverkehr: In Bayern sind vielen Radfahrern die Verkehrsregeln egal. Dies ist die Haupterkenntnis, welche der Aktionsmonat Mai zur Radfahrsicherheit im Freistaat zu Tage gefördert hat. Nach Angaben des Innenministeriums stellte die Polizei in den vier Wochen 12.999 Verstöße fest.
Fast 4.900 Fälle von Geisterradlern
Darunter befanden sich 10.965 Verwarnungen und 1.597 Anzeigen wegen schwerwiegender Ordnungswidrigkeiten, wie ignorierte Ampelzeichen. Besonders auffällig seien zudem 4.889 Fälle gewesen, in denen Radfahrer als Geisterradler entgegen der Fahrtrichtung oder verbotswidrig auf Gehwegen fuhren.
Auch Auto- und Lastwagenfahrer zeigten zu oft ein falsches Fahrverhalten und kassierten 1.541 Sanktionen, vor allem für das Halten oder Parken auf Radwegen. In 437 Fällen gab es zudem Strafanzeigen, etwa wegen Trunkenheit im Verkehr oder Fahrraddiebstahl.