Kommunalpolitiker aus Bayern und Baden-Württemberg wollen die Einschränkungen auf der länderübergreifenden Riesbahn in Schwaben nicht mehr länger hinnehmen. Probleme auf der Strecke seien keine Ausnahme, sie prägten vielmehr «seit Monaten und Jahren den gesamten Betrieb», schrieben die Oberbürgermeister von Nördlingen und Aalen, David Wittner und Frederick Brütting, an Bahnchefin Evelyn Palla.
Die Oberbürgermeister listen eine Reihe von Mängeln auf: Es habe wiederholt keine Fahrdienstleiter gegeben, wegen Krankheit ausgefallene Stellwerks-Inspektionen hätten Zugausfälle verursacht und auch der Ersatzverkehr mit Bussen sei unzuverlässig. Hinzu kämen Signalstörungen oder Gleisunebenheiten. «Verspätungen sind auf der Riesbahn die Regel», kritisieren die Politiker.
«Für die Menschen in unserer Region bedeutet dies: Berufsverkehre geraten ins Wanken, Schüler und Auszubildende kommen nicht zuverlässig an, Unternehmen beklagen Planungsunsicherheit, und viele Bürgerinnen und Bürger verlieren endgültig das Vertrauen in den Schienenverkehr», heißt es in dem Brief.