Der Rückversicherer Munich Re will seinen Gewinn bis Ende des Jahrzehnts durch stärkere Einsparungen nach oben treiben. Geplant seien Kostensenkungen von 600 Millionen Euro bis zum Jahr 2030, sagte der scheidende Vorstandschef Joachim Wenning. Ein Stellenabbau sei derzeit aber nicht geplant, versicherte er zusammen mit seinem designierten Nachfolger Christoph Jurecka bei der Vorstellung der neuen Mittelfristziele in München. Ein Drittel der Einsparungen soll allerdings schon im kommenden Jahr greifen.
Der bisherige Finanzvorstand Jurecka übernimmt die Führung des Konzerns zum Jahreswechsel, nachdem sich Wenning gegen eine Verlängerung seines Vertrags entschieden hatte. Der künftige Chef erklärte das Einsparziel zu einer Ambition, die sich aus Zielen der einzelnen Geschäftsbereiche zusammensetze. Darin seien auch Personalkosten enthalten, sagte er. «So müssen wir schauen, wie wir die 600 Millionen über die nächsten fünf Jahre hinbekommen.»