In München könnte es demnächst Mindestpreise für Fahrten mit Anbietern wie Uber oder Bolt geben. Am Vormittag (9.30 Uhr) soll sich der Kreisverwaltungsausschuss mit diesem vieldiskutierten Thema befassen. Die Stadt will mit einer Regelung die Wettbewerbsfähigkeit des Taxigewerbes sichern, das überdies andere Möglichkeiten zur Preisgestaltung erhalten soll. Am Mittwoch soll sich dann die Vollversammlung des Stadtrats damit beschäftigen. Der Anbieter Bolt sieht die Pläne dagegen kritisch.
Bolt: Faktisch eine «Taxi-Steuer»
Der Anbieter Bolt dagegen kritisiert, die geplante Regelung sei faktisch eine «Taxi-Steuer – also eine politisch verordnete Preiserhöhung für alltägliche Mobilität, die vor allem Verbraucher trifft und eine einzelne Branche vor Wettbewerb schützen soll».
Derzeit entstehe der Eindruck, Gespräche mit den Plattformen seien schwierig gewesen oder hätten nicht in dem vorgesehenen Umfang stattgefunden, hatte Bolt unlängst bemängelt. «Diese Darstellung weisen wir entschieden zurück.» Man habe in bisherigen Gesprächen mehrere konkrete Vorschläge eingebracht, die geeignet gewesen wären, die Interessen von Fahrgästen, Fahrern und der Stadt in Einklang zu bringen. «Aus unserer Sicht ist daher wichtig festzuhalten, dass die Gespräche aus unserer Perspektive nicht gescheitert sind, sondern noch Teil eines laufenden Prozesses waren.»
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