Eine Bad Bank produziert eine gute Nachricht: Die Aufräumung der Altlasten der Skandalbank Hypo Real Estate (HRE) läuft entgegen der ursprünglichen Befürchtungen weiter profitabel, auch wenn die Gewinne nicht hoch sind. Im vergangenen Jahr hat die bundeseigene FMS Wertmanagement einen Nettogewinn von 40 Millionen Euro erzielt, 23 Millionen mehr als im Vorjahr. Das teilte das Staatsunternehmen in München mit.
Erfolgreiche Schrumpfung
Die Münchner Immobilienbank HRE war der größte Problemfall der Finanzkrise in Deutschland. Der Bund hatte das Unternehmen 2009 verstaatlicht, um noch größere Schäden zu verhindern. Den gesunden Teil des Portfolios übernahm die neu gegründete Deutsche Pfandbriefbank, die damals unverkäuflichen und ausfallgefährdeten Papiere die FMS. Im vergangenen Jahr schrumpfte die Bad Bank wie vorgesehen: Das Portfolio ehemaliger HRE-Papiere wurde um weitere gut vier Milliarden auf nunmehr 36,6 Milliarden Euro verkleinert. Insgesamt sind laut FMS nun gut 80 Prozent der früheren HRE-Bestände verwertet, teils durch Verkäufe, teils weil die Papiere das Ende ihrer Laufzeit erreichten. Vorstandssprecher Christoph Müller und Finanzchefin Carola Falkner erwarten auch für dieses Jahr ein mindestens ausgeglichenes Ergebnis.