Trumpf entwickelt in Zukunft auch Laserwaffen gegen Drohnen. Dazu geht der schwäbische Mittelständler eine strategische Partnerschaft mit dem Elektronikkonzern Rohde & Schwarz ein. Allein könne man das in der nötigen Zeit nicht leisten, sagte Trumpf-Vorstand Hagen Zimer. Das Ziel der Partnerschaft ist die Entwicklung und Bereitstellung einer national produzierten Drohnenabwehrlösung. Aufträge gebe es bislang aber nicht.
Die Zusammenarbeit kombiniert den Angaben zufolge die Kompetenzen von Rohde & Schwarz im Bereich Elektromagnetik und Radar-Sensorik sowie die Lasertechnologie von Trumpf. «Damit werden eine Erkennung, Verfolgung und Verteidigung gegen die wachsende Bedrohung durch Drohnen auf diversen Plattformen möglich», hieß es. Das Hochenergielasersystem von Trumpf werde in ein komplettes Drohnenabwehr-System der Münchner integriert. Für die Entwicklung haben die Firmen drei Jahre veranschlagt.
Das System der Unternehmen soll zivile Infrastruktur schützen, aber auch vom Militär eingesetzt werden können. Zuletzt hatten immer wieder Drohnen über Flughäfen und kritischer Infrastruktur in Deutschland und anderen europäischen Ländern für Aufsehen gesorgt. Außerdem spielen im Ukraine-Krieg Kampfdrohnen und deren Abwehr eine immense Rolle.