Angesichts immer wiederkehrender Hochwasserkatastrophen, zuletzt im Süden Deutschlands, dringen die Länder auf die zügige Einführung einer Pflichtversicherung gegen Elementarschäden. Nach den Umweltministern und neben dem Bundesrat fasste am Freitag auch eine Verbraucherschutzministerkonferenz in Regensburg einen entsprechenden Beschluss: Der Bund soll ein System entwickeln, das die jeweiligen Risiken durch eine Beitragsstaffelung berücksichtigt - das aber gleichzeitig die einzelnen Versicherungsnehmer nicht überfordert. Und es soll schnell gehen: Das Gesetzgebungsverfahren solle noch in dieser Legislaturperiode - also bis spätestens Herbst 2025 - abgeschlossen werden.
«Die Folgen der aktuellen Flutkatastrophe machen noch einmal deutlich, dass die Einführung einer bundesweiten Elementarschadenversicherung überfällig ist», sagte der aktuelle Vorsitzende der Verbraucherschutzministerkonferenz, Bayerns Ressortchef Thorsten Glauber (Freie Wähler). Die existenziellen finanziellen Schäden eines Hochwassers könnten Betroffene nicht alleine tragen. Der Bund müsse schnell eine gesetzliche Regelung schaffen.