Die deutschen Juweliere und Uhrenfachgeschäfte haben trotz weniger Kundschaft annähernd so viel umgesetzt wie im Vorjahr. Zwar sank der Branchenumsatz vergangenes Jahr um 1,2 Prozent auf 5,26 Milliarden Euro, wie der Branchenverband BVJ anlässlich der Schmuckmesse Inhorgenta in München mitteilte. Er liegt damit aber noch immer nah an den beiden ausgesprochen starken Vorjahren. Nach der Pandemie hatten die Umsätze im Jahr 2022 einen starken Sprung um gut ein Fünftel gemacht und verharren seither auf diesem neuen Niveau.
«Verglichen mit anderen Branchen geht es uns verhältnismäßig gut», sagt Verbandspräsident Stephan Lindner. «Wir hatten zwei fantastische Jahre 2022 und 2023. Diese Party konnte nicht endlos weitergehen.» Das aktuelle leichte Minus sei nur ein blaues Auge. Doch die Branche hat ein Problem: Die Umsätze werden von immer weniger Kunden gemacht, sagt Lindner. Ihre Zahl sei «nicht zufriedenstellend».