Der Kindersitzhersteller Britax Römer will im Jahr 2026 seine Produktion im schwäbischen Leipheim schließen. Wie das Unternehmen berichtete, sind mehr als 200 der zuletzt 290 Mitarbeiter am Hauptsitz des Unternehmens betroffen. In Kürze soll mit dem Betriebsrat über einen Sozialplan für die wegfallenden 216 Arbeitsplätze verhandelt werden.
Das Unternehmen will die Produktion der Autokindersitze vollständig nach Asien verlagern, wo bisher bereits 30 Prozent der Ware hergestellt werde. In Leipheim sollen noch verschiedene Bereiche wie Produktentwicklung, Marketing, Vertrieb und Verwaltungsbereiche bleiben. Die Lagerhaltung an dem Standort soll von einem externen Partner übernommen werden.
Das Unternehmen begründete den Schritt mit einem Umsatzrückgang in den vergangenen Jahren und hohen Kosten durch die Produktion in Deutschland. Der verringerte Umsatz sei auch auf eine zurückgehende Geburtenrate in der EU zurückzuführen.
«Da das geschrumpfte Umsatzniveau der vergangenen Jahre die hohen Fixkosten nicht deckt, ist Britax Römer seit 2021 defizitär.» Der jährliche Fehlbetrag belaufe sich seitdem auf einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag. «In seiner bestehenden Struktur ist das Unternehmen
nicht wettbewerbsfähig», hieß es in der Unternehmensmitteilung.