Die katholische Kirche kritisiert die geplanten moderaten Lockerungen der Ladenschlussregeln in Bayern - und zwar konkret die Rund-um-die-Uhr-Öffnungsmöglichkeit für digitale Kleinstsupermärkte auch an Sonntagen. In derartigen Mini-Märkten ohne Personal müssen sich Kunden ihre Waren selber entnehmen und zum Beispiel an Selbst-Scanner-Kassen bezahlen.
Es genüge nicht, dass diese ohne Personal auskommen sollen, heißt es nun in einer aktuellen Mitteilung des Leiters des Katholischen Büros Bayern, Matthias Belafi: «Ihr Betrieb an sich stört den Schutz des Sonntags.» Er kritisierte deshalb, dass ausgerechnet Bayern den Sonntagsschutz aufweichen wolle.
Die katholische Kirche beklagt demnach nicht nur, dass die digitalen Kleinstsupermärkte grundsätzlich rund um die Uhr öffnen dürfen, sondern dass sie das volle Sortiment anbieten und bis zu 150 Quadratmeter Fläche haben dürfen. Den konkreten zeitlichen Rahmen für die Sonntagsöffnungen sollen nach dem Willen des Kabinetts die jeweiligen Gemeinden festlegen dürfen. Es soll dabei aber eine Mindestöffnungszeit von acht Stunden gelten.