Logo DieBayern.de News
Nachrichten / Wirtschaft

US-Waldbrände kosten deutsche Rückversicherer Milliarden

US-Waldbrände kosten deutsche Rückversicherer Milliarden
Die verheerenden Waldbrände des vergangenen Winters in Kalifornien kosten die Munich Re über eine Milliarde Euro. / Foto: Noah Berger/FR34727 AP/AP/dpa
Von: DieBayern.de News
Im Januar gingen Teile der kalifornischen Millionenmetropole Los Angeles in Rauch und Flammen auf. Für den Münchner Dax-Konzern Munich Re ist das ein Großschaden.

Die verheerenden Waldbrände des vergangenen Winters in Kalifornien kommen die großen deutschen Rückversicherer teuer zu stehen. Der Branchenprimus Munich Re bezifferte seine erwarteten Gesamtkosten auf 1,1 Milliarden Euro, die Hannover Rück auf 765 Millionen. 

Die Munich Re verbuchte einen Gewinneinbruch um fast die Hälfte, der Nettogewinn im ersten Quartal sank im Vorjahresvergleich um gut 48 Prozent, wie der Dax-Konzern mitteilte. Hauptursache war die Naturkatastrophe in Los Angeles. Dessen ungeachtet hält der Munich-Re-Vorstand an seinem diesjährigen Gewinnziel von sechs Milliarden Euro fest. 

Konkurrent Hannover Rück kam mit einem vergleichsweise kleinen Gewinnrückgang davon. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen gut 480 Millionen Euro und damit rund 14 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der neue Vorstandschef Clemens Jungsthöfel rechnet für 2025 daher weiterhin mit einem Gewinnanstieg auf 2,4 Milliarden Euro.

Mehr aus dieser Kategorie

Hohes Naturkatastrophenrisiko in Nordamerika 

Rückversicherungen sind die Versicherung der Versicherer: Erstversicherer - wie die Allianz - schließen selbst Versicherungsverträge ab, um insbesondere gegen die immensen Kosten von Naturkatastrophen abgesichert zu sein. Munich Re, die Schweizer Swiss Re und die Hannover Rück sind die Top 3 der Branche. 

Nordamerika ist sowohl der Kontinent mit den weltweit höchsten Naturkatastrophenschäden als auch großer Markt für die deutschen Unternehmen - daher nun die sehr hohe Belastung. Abgesehen davon zählt der Westen der USA auch zu den Weltregionen, in denen Klimaforscher und Meteorologen im Zuge des Klimawandels steigendes Risiko langer Trockenheitsperioden - und damit auch erhöhte Gefahr von Waldbränden - sehen. 

Munich Re: Normale Schwankungen 

Bei der Munich Re sei das Ergebnis im ersten Quartal 2024 wegen sehr geringer Schäden außergewöhnlich gut gewesen; dieses Mal habe es eine große Belastung gegeben, sagte Finanzvorstand Christoph Jurecka. «Diese Schwankungen sind normal und gleichen sich in der Regel über die Quartale auch aus.» 

Der Ausblick beider Konzerne bleibt jedoch optimistisch. Die Ziele stehen wie immer unter Vorbehalt. Auch dabei spielen die USA eine wesentliche Rolle: Die Ergebnisse der beiden Unternehmen hängen unter anderem vom Verlauf der sommerlichen Hurrikansaison im Nordatlantik ab.

Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

DieBayern.de News
Artikel von

DieBayern.de News

DieBayern.de News ist für die Inhalte selbst verantwortlich. Es gilt der Kodex der Plattform. Die Plattform prüft und behandelt Inhalte gemäß den gesetzlichen Vorgaben, insbesondere nach dem NetzDG.

Social Media