Nach Jahren des Erfolgs bereitet sich der Münchner Triebwerkshersteller MTU auf mögliche Auswirkungen des Irankriegs vor. «Wir entwickeln Szenarien für den Fall eines länger andauernden Kriegsgeschehens und sind bereit, Maßnahmen zu ergreifen, um gegenzusteuern», sagte Finanzchefin Katja Garcia Vila bei der Präsentation der Geschäftszahlen des ersten Quartals. Anlass sind die Sorgen, dass die zivile Luftfahrt unter dem Krieg leiden könnte. Bislang erwartet MTU jedoch «keine größeren Verwerfungen», wie die Managerin sagte.
Wenn die Kerosinkosten weiterhin hoch bleiben, rechnet Vorstandschef Johannes Bussmann damit, dass die Fluggesellschaften ältere und weniger sparsame Flugzeuge am Boden lassen. MTU sei bei sparsameren Antrieben gut im Geschäft.