Der schwächelnde Chiphersteller Infineon will 1400 Jobs streichen und weitere 1400 in billigere Länder verlagern. Zuvor hatte das Unternehmen aus Neubiberg bei München für das abgelaufene dritte Quartal seines Geschäftsjahres (bis 30.9.) Zahlen vorgelegt, die zeigen, dass der Konzern nur langsam aus der aktuellen Krise kommt. So sind Ergebnis und Umsatz im Vergleich zum zweiten Quartal zwar leicht gestiegen, vom Niveau des Vorjahres sind sie aber noch weit entfernt. Insbesondere der Gewinn brach mit einem Rückgang um gut die Hälfte auf 403 Millionen Euro ein.
Dass das aktuelle Programm zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit auch Jobs kosten würde, war bereits bekannt. Unklar war, wie viele Jobs wegfallen würden. Wo genau sie gestrichen oder verlagert werden, sagte Infineon-Chef Jochen Hanebeck nicht. Man wolle zuerst die Mitarbeiter informieren, erklärte der Manager. Betriebsbedingte Kündigungen in Deutschland schloss er aus. Die Maßnahmen seien «ein schwieriger Schritt», den sich das Management «nicht leichtgemacht» habe.