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Höfesterben in Bayern: Agrarbericht 2025 meldet erstmals unter 100.000 Betriebe

Höfesterben in Bayern: Agrarbericht 2025 meldet erstmals unter 100.000 Betriebe
Die Zahl der Bauernhöfe in Bayern ist unter 100.000 gefallen - und dabei ist das schwierige Dürrejahr 2026 noch gar nicht berücksichtigt. (Archivbild) / Foto: Daniel Karmann/dpa
Ein Rückgang von 2.600 Betrieben binnen zwei Jahren drückt die Zahl im Jahr 2025 erstmals unter die Marke. Dabei ist das Dürrejahr 2026 noch nicht berücksichtigt.

Das Höfesterben in der bayerischen Landwirtschaft geht weiter. Der von Ministerin Michaela Kaniber (CSU) vorgestellte Agrarbericht weist für das Jahr 2025 erstmals weniger als 100.000 Betriebe aus. Den Angaben zufolge sind es 98.138 und damit rund 2.600 weniger als im letzten Bericht vor zwei Jahren. 

Der Rückgang hält bereits seit langem an. Noch 2010 waren es knapp 117.000. dennoch liegt noch immer fast jeder dritte landwirtschaftliche Betrieb in Deutschland auf bayerischem Boden. Das liegt auch daran, dass es hier sehr viele Nebenerwerbsbetriebe gibt: Sie machen 64 Prozent der Höfe aus. Bayerische Betriebe sind auch deswegen im Schnitt mit 31,6 Hektar nicht einmal halb so groß wie der deutsche Durchschnitt.

Jeder einzelne Hof, der aufgebe schmerze, betonte Kaniber. Der Rückgang sei aber vergleichsweise gering. Zumal viele Aufgaben von Höfen auch auf persönliche Entscheidungen zurückgingen, auf die die Politik keinen Einfluss habe - beispielsweise wenn es keinen Nachfolger gebe. 

Mehr Gewinn, aber keine Entwarnung

Im Zeitraum 2024/25 auf den sich der Bericht bezieht, konnten die Betriebe wieder besser verdienen. Laut Kaniber kamen die Haupterwerbsbetriebe auf einen durchschnittlichen zu versteuernden Gewinn von 85.100 Euro. Das waren 13 Prozent mehr als zwei Jahre zuvor. Vor allem Milch und Rinderbetriebe seien gut gelaufen. 

Allerdings warnte Kaniber, dass dies kein Grund zur Entwarnung sei. Das Dürrejahr 2026 habe viele Betriebe «unfassbar hart» getroffen. Es könne einen nicht kaltlassen, wenn Bauern monatelang alles für eine gute Ernte täten und dann fehle der Regen und alles werde zunichtegemacht. Zudem könnten neben dem Wetter auch Weltmärkte, Energiepreise und politische Rahmenbedingungen die Lage innerhalb kürzester Zeit ändern. 

Vor diesem Hintergrund fordert Kaniber auch von der Politik im Bund und Brüssel, keine neuen bürokratischen Belastungen auf den Weg zu bringen. 

Die Ministerin unterstrich zudem auch die wirtschaftliche Bedeutung der Landwirtschaft in Bayern. 221.000 Menschen arbeiteten im Berichtszeitraum dort - umgerechnet 115.000 Vollarbeitskräfte. Rechne man die gesamte agrarische Wertschöpfungskette, seien es sogar 942.000 Menschen, die dort tätig seien.

Auch der Ökolandbau war von den Rückgängen den Angaben zufolge betroffen: Die Zahl der Bio-Betriebe sank von 11.900 auf 11.600. Die von ihnen bewirtschaftete Fläche wuchs allerdings von 420.000 auf 430.000 Hektar.

Nimmt man alle Formen von Landwirtschaft bearbeiteten die bayerischen Bauern zuletzt 3,1 Millionen Hektar, eine im Vergleich zu 2023 praktisch unveränderte Zahl.

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