Bei Schwerpunktkontrollen auf den Landstraßen haben Bayerns Polizisten im Juni fast 32.000 Verstöße festgestellt - insbesondere Tempoverstöße. Nach Angaben des Innenministeriums gab es insgesamt 747 Strafanzeigen, 15.797 Ordnungswidrigkeits-Anzeigen und 15.325 Verwarnungen. Knapp 26.000 davon waren Geschwindigkeitsverstöße.
«Die Hauptgefahr waren wieder die vielen Raser», sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU). So sei in Mittelfranken auf der Bundesstraße 470 ein Motorradfahrer mit 170 Kilometern pro Stunde erwischt worden, Tempo 70 sei dort erlaubt gewesen. Andere Verstöße waren beispielsweise nicht angelegte Sicherheitsgurte oder verbotenes Überholen.
Mehr als 300 Tote auf den Landstraßen in einem Jahr
Im vergangenen Jahr gab es im Freistaat außerhalb der Ortschaften fast 114.000 Unfälle, 3,2 Prozent mehr als im Vorjahr. 313 Menschen kamen 2025 bei diesen Unfällen ums Leben. Damit verunglücken rund 60 Prozent der getöteten Verkehrsteilnehmer auf den Landstraßen. Unfallursache Nummer eins bleibt laut dem Ministerium die nicht angepasste Geschwindigkeit. «Wir müssen gerade auf Landstraßen weiter intensiv an der Verkehrssicherheit arbeiten», sagte Herrmann.
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