Der Triebwerkshersteller MTU profitiert von hoher Nachfrage in ziviler Luftfahrt und Rüstungsindustrie. Im ersten Halbjahr legten Umsatz und Gewinn kräftig zu. Vorstandschef Johannes Bussmann und Finanzchefin Katja Garcia Vila sehen den Dax-Konzern auf gutem Weg zu seinen Jahreszielen - unter anderem soll der Umsatz auf 9,2 bis 9,7 Milliarden Euro steigen.
Im Gefolge von Airbus und Boeing
Der Umsatz in der ersten Jahreshälfte wuchs um 13 Prozent auf knapp 4,7 Milliarden Euro, der Nettogewinn legte um 5 Prozent auf 502 Millionen Euro zu. «Trotz der hochvolatilen Situation im Nahen Osten haben wir im ersten Halbjahr starke Ergebnisse erzielt», sagte Bussmann. MTU baut zusammen mit dem größeren US-Triebwerkshersteller Pratt & Whitney sowie Japanese Aero Engines den sogenannten Getriebefan-Antrieb, der den kleinsten Airbus-Passagierjet A220 und etwa jedes zweite Exemplar der Modellfamilie A320neo antreibt, der meistverkauften Flugzeugreihe der Welt. Auch an Antrieben für Großraumjets des US-Herstellers Boeing ist MTU beteiligt. Sowohl Airbus als auch Boeing hatten in den Vortagen gute Zahlen gemeldet.