Das seit Jahren angekündigte Gesetz zur Einführung eines Wassercents in Bayern verzögert sich voraussichtlich weiter. Anders als ursprünglich angekündigt rechnet Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) inzwischen nicht mehr mit einem Kabinettsbeschluss vor der anstehenden Sommerpause. «Die politische Abstimmung zur Ausgestaltung läuft und wird sich nach der Sommerpause fortsetzen. Jetzt sind die Regierungsfraktionen am Zug», sagte Glauber der Mediengruppe Bayern (Donnerstag).
An den Plänen an sich will der Freie-Wähler-Politiker nicht rütteln. «Ich stehe zum Wassercent. Wir müssen das kostbare Gut Grundwasser erhalten und für die kommenden Generationen schützen.» Glauber wollte in dem Interview aber keine neue Prognose abgeben, ob es in diesem Jahr noch etwas wird. «Der Wassercent ist richtig und wichtig. Am Ende müssen alle hinter dem Projekt stehen», sagte Glauber und fügte hinzu: «Es steht nicht im Vordergrund, wann der Wassercent kommt. Wichtig ist, dass er kommt.»
«Unser Ziel ist ein unbürokratischer Wassercent mit einfacher Struktur. Die Einnahmen sollen zweckgebunden in die Wasserinfrastruktur in Bayern fließen», sagte er. «Der Wassercent wird damit einen wichtigen Beitrag für eine gesicherte Wasserversorgung für die Menschen leisten. Wasser darf kein Luxusgut werden. Auch dazu kann der Wassercent beitragen.»