Die Planung für das bayerische Prestigeprojekt Windpark Altötting ist einen Schritt vorangekommen. Der Projektentwickler Qair Deutschland habe alle Genehmigungsunterlagen dafür eingereicht, teilte das Unternehmen mit. Die Unterlagen würden nun bis Ende des Monats vom Landratsamt auf Vollständigkeit geprüft.
Möglichkeit zur Stellungnahme ab Ende Januar
Danach sollen die Unterlagen offengelegt werden. Damit erhalten Bürgerinnen und Bürger in dem Gebiet die Möglichkeit zur Einsicht und zur Stellungnahme. Anmerkungen und Einwendungen sollen von den Behörden geprüft werden und in die weitere Bewertung des Projekts einfließen, hieß es.
Dann könnte ein Genehmigungsbescheid erlassen werden, gegen den wiederum Klagen möglich wären. Eine Bürgerinitiative kritisierte einen Eingriff in die Natur und die Zerstörung des geschlossenen Waldes. Zudem zogen die Gegner die Wirtschaftlichkeit und Energiebilanz in Zweifel.
«Wir werden den weiteren Prozess weiterhin transparent gestalten und den Dialog mit der Bevölkerung fortführen», versprach Peter Reidelbach, Projektleiter des Windparks Altötting bei Qair. Der Windpark werde einen wichtigen Beitrag zur regionalen Energiewende leisten. Laut Qair soll er jährlich rund 320 Millionen Kilowattstunden (kWh) produzieren und Strom für rechnerisch mehr als 90.000 Haushalte in der Region liefern.