Der Präsident des Deutschen Fischereiverbandes, Dirk Sander, fordert mehr Unterstützung für die heimischen Fischer. «In Deutschland kann der Selbstversorgungsgrad mit Fischereiprodukten demnächst unter zehn Prozent fallen», sagte Sander laut Redemanuskript bei der Eröffnung des Deutschen Fischereitages in Nürnberg. «Wir haben in letzter Zeit den Eindruck gewonnen, dass man sich in Deutschland etwas zu sicher fühlt, was die Lebensmittelversorgung betrifft.»
Die Selbstversorgung der EU mit Fisch sei in den vergangenen Jahren von etwa 50 auf 30 Prozent gesunken – und die Abhängigkeit von Importen gestiegen, sagte Sander. Der Trend müsse umgekehrt werden.
Laut Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) lag der Versorgungsgrad von Fisch in Deutschland im vergangenen Jahr vorläufig bei 20,4 Prozent.