Die Fischereiforschungsstelle in Langenargen am Bodensee rechnet frühestens zum Jahresende mit einer ersten Bilanz zum Felchen-Fangverbot. Was die seit Januar geltende Schonung gebracht habe, könne vielleicht die nächste Laichfischerei zeigen, erklärte der Leiter der Forschungsstelle, Alexander Brinker. Sie dient als Grundlage für die Aufzucht neuer Felchen. Aktuell sei es für eine erste Bilanz viel zu früh.
Die Felchenerträge gehen seit Jahren zurück. Im Fangjahr 2022 gingen den Fischern lediglich rund 21 Tonnen ins Netz und damit 80 Prozent weniger als 2021. Mit einer im vergangenen Juni von der Internationalen Bevollmächtigtenkonferenz für die Bodenseefischerei (IBKF) beschlossenen dreijährigen Schonzeit für Felchen soll sich der Bestand erholen. Sie trat vor rund drei Monaten in Kraft.
Die Felchenbestände würden weiterhin mit dem bisherigen monatlichen Monitoring überwacht, erklärte die geschäftsführenden Bevollmächtigten der IBKF auf Anfrage. Viele Berufsfischer kritisieren die Maßnahme als Verzweiflungstat, die durch ein früheres Eingreifen hätte verhindert werden können.