Nach der Sperrung eines Teilabschnitts der ICE-Strecke Berlin-München ermittelt die Bamberger Kriminalpolizei wegen Verdachts auf Brandstiftung. Bisher gebe es keine Hinweise darauf, dass der Brand mit dem Ziel gelegt wurde, die Strecke lahmzulegen, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken der Deutschen Presse-Agentur. Nach bisherigen Erkenntnissen sei es denkbar, dass das Feuer fahrlässig verursacht wurde.
Am vergangenen Freitag hatte ein Zeuge in den frühen Morgenstunden den Brand in einer Fußgängerunterführung unterhalb der Bahntrasse in Hirschaid (Landkreis Bamberg) bemerkt und die Feuerwehr gerufen. Nach Polizeiangaben löschten rund 20 Feuerwehrleute Holzlatten und Paletten, die dort in Brand geraten waren.
Daraufhin musste die Bahnstrecke Nürnberg-Bamberg teilweise gesperrt werden. Zwischen Forchheim und Bamberg wurde ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Einer Sprecherin zufolge ergab eine Begutachtung, dass das Bauwerk durch das Feuer massiv beschädigt wurde. Daher könnten die Gleise oberhalb der Unterführung nicht befahren werden.