Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY legt keine Rechtsmittel gegen die im Zuge des Wirecard-Skandals gegen sie verhängten Sanktionen ein. Die Bewertungen der Abschlussprüferaufsicht Apas teile man nicht in ihrer Gesamtheit, teilte ein EY-Sprecher am Dienstag mit. Man werde sich jedoch in vollem Umfang an die Sanktionen halten. «Damit ist dieses Verfahren abgeschlossen.» Ernst & Young (EY) hatte die mutmaßlich gefälschten Bilanzen des früheren Dax-Konzerns Wirecard über Jahre hinweg testiert.
EY hat aus dem Fall Wirecard nach eigenen Angaben wichtige Lehren gezogen. «Sowohl in Deutschland als auch global haben wir die neuesten Technologien implementiert, erweiterte Analysen von Betrugsrisiken eingeführt und legen generell viel stärker den Fokus auf Betrugsrisiken», teilte der Sprecher weiter mit.
Die Apas hatte die Sanktionen bereits vor einem knappen Jahr beschlossen und verkündet. Der förmliche Bescheid bei EY ging im vergangenen Dezember ein. Es handelt sich bei dem Verfahren um das größte, das die Apas nach eigenen Angaben bislang durchgeführt hat.