Nach den heftigen Regenfällen insbesondere im Westen Deutschlands hoffen die Erdbeerbauern auf einen Wetterumschwung. «Durch den milden Winter sind viele schon mit den frühen Sorten voll im Freiland», sagte Simon Schumacher vom Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer (VSSE) in Bruchsal bei Karlsruhe. Wenn die Früchte nass sind, könne man sie nicht ernten, das verringere die Haltbarkeit. Zudem drohe bei Feuchtigkeit Gefahr durch Pilze der Gattung Botrytis, sagte Schumacher.
Mit Mulchfolie und Stroh könnten die Landwirte die Erdbeeren sauber und Fäulnis abhalten. «Wir haben auch Glück im Unglück: Es ist nicht zu warm, nicht schwül», sagte der Fachmann. Sonst wäre das Pilzproblem noch größer. Dennoch sei immer wieder «Hygienepflücken» angesagt, um faule Früchte zu entfernen. «Das muss man mit Adleraugen beobachten.»
Zu schnell zu warm dürfe es aber auch nicht werden. «Die Früchte brauchen Zeit, um zu reifen, um Aromen und Zucker einzulagern», sagte Schumacher. 25 Grad, leicht bewölkt, nicht schwül - das wäre ideal. Wenn es zu heiß wird, würden die Erdbeeren schlagartig rot, blieben aber weicher und böten dann wieder eine größere Angriffsfläche für Pilzerkrankungen.