Deutschland ist beim Ausbau der Solarenergie auf Platz vier der globalen Rangliste vorgerückt. Im vergangenen Jahr gingen in der Bundesrepublik nach vorläufigen Zahlen neue Solaranlagen mit einer Leistung von 17,6 Gigawatt ans Stromnetz, wie der Bundesverband BSW Solar in München zum Auftakt der Messe Intersolar berichtete. An erster Stelle liegt wie in den Vorjahren mit uneinholbarem Vorsprung China. In der Volksrepublik wurden 2025 neue Solarkraftwerke mit einer Leistung von knapp 382 Gigawatt installiert, mehr als in den folgenden neun Ländern der weltweiten Top Ten-Solarnationen zusammen.
Verband: Streichung der Förderung würde Investitionsbereitschaft bremsen
Körnig appellierte an die Bundesregierung, auf die Streichung der Zuschüsse für neue Anlagen auf Wohnhausdächern zu verzichten. Etwa ein Drittel des von privaten Solaranlagen erzeugten Stroms werde ins Netz eingespeist. «Dieses eine Drittel wird auch nur gefördert», sagte Körnig. «Dafür gibt es rund 7 Cent die Kilowattstunde.»
Eine Streichung dieses Zuschusses würde nach Berechnungen des Verbands jedoch dazu führen, dass sich die durchschnittliche Solaranlage auf dem Hausdach erst nach 20 Jahren amortisiert. Der Verband geht davon aus, dass dies viele Interessenten künftig abschrecken würde. Die Erwartung der Eigenheimbesitzer sei in der Regel eine Amortisationszeit von 10 bis 12 Jahren. «Wenn es dann Richtung 20 Jahre geht oder mehr, können Sie sich vorstellen, dass dann nur noch ein Bruchteil der Haushalte bereit sind, in eine Solaranlage zu investieren.»
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