Die Bergung des historischen Dampfschiffs «Säntis» vom Grund des Bodensees soll nun doch fortgesetzt werden. Man wolle einen dritten Versuch wagen, teilte der Schiffsbergeverein am Samstag in Romanshorn in der Schweiz mit. Dazu habe man sich aufgrund der überwältigenden Resonanz aus der Bevölkerung entschieden.
Ende Mai war der zweite Anlauf gescheitert, dass Dampfschiff aus 210 Metern in Richtung Oberfläche zu ziehen. Die Bergung war schiefgegangen, weil die Bremsen der Seilwinde, die die Bergungsplattform zum Schiff auf dem Grund des Bodensees hätte hinunterlassen sollen, nicht gehalten hatten. Vereinspräsident Silvan Paganini sprach vom Ende des Projekts.
Der Verein teilte damals mit, dass man nach mehreren technischen Rückschlägen schweren Herzens und nach reiflicher Überlegung beschlossen habe, die Bergung einzustellen. Man habe stets betont, nur so lange weitermachen zu wollen, wie Risiken und Kosten kalkulierbar und im Verhältnis zur Konservierung dieses «großartigen Schiffes» stünden. «In den kommenden Jahren werden möglicherweise weitere Bemühungen unternommen, das Wrack zu bergen und seine Geheimnisse zu enthüllen», hieß es damals.