Der Autobauer BMW plant im laufenden Jahr die höchsten Investitionen der Unternehmensgeschichte und rechnet deshalb mit einem leichten Rückgang des Gewinns vor Steuern. Finanzvorstand Walter Mertl sagte am Donnerstag, mit dem Bau der Batteriefabriken in Bayern, China, Mexiko und den USA, dem Bau des Autowerks in Ungarn und dem Produktionsanlauf der E-Autos der «Neuen-Klasse» stiegen die Investitionen, Forschungs- und Entwicklungskosten «auf ein neues Niveau».
BMW hat im vergangenen Jahr 2,55 Millionen Autos verkauft, 155,5 Milliarden Euro Umsatz und 17,1 Milliarden Euro Gewinn vor Steuern erwirtschaftet. Dieses Jahr soll der Autoabsatz leicht zulegen, mit den vollelektrischen (BEV) und den Luxusautos als Wachstumstreiber. Damit werde auch der Umsatz wachsen, sagte Mertl. Als Ergebnismarge im Kerngeschäft peilt BMW zwischen acht und zehn Prozent vom Umsatz an, nach 9,8 Prozent im vergangenen Jahr.
Zum Gewinnrückgang dürften auch die weiter sinkenden Gebrauchtwagenpreise beitragen, sagte Mertl. Damit sinke das Ergebnis im Leasinggeschäft. Hauptgrund für den Gewinnrückgang sei aber der Anstieg der Investitionen auf mehr als 6 Prozent vom Umsatz und der Forschungs- und Entwicklungskosten auf mehr als 5 Prozent. Die Obergrenze des Zielkorridors liegt eigentlich zusammen unter zehn Prozent.