Nach einem ersten missglückten Versuch, das historische Dampfschiff «Säntis» vom Grund des Bodensees zu holen, soll in den nächsten Tagen weiter an der Bergung gearbeitet werden. Man warte noch auf ein paar Ersatzteile für einen Tauchroboter, aber danach solle es zeitnah weitergehen, sagte der Präsident des Schiffsbergevereins, Silvan Paganini, am Montag in Romanshorn. «Sobald die Ersatzteile hier sind und das Wetter wieder stimmt, sind wir wieder draußen.» Die mehr als 40 Mitglieder des Vereins hätten einstimmig beschlossen, weitermachen zu wollen.
Wegen technischer Probleme war der geplante Start der Bergung der «Säntis» am Samstag verschoben worden. Ein Seil war unter anderem gerissen. «Es ist ein Rückschlag, aber Rückschläge sind wir gewohnt», erklärte der 40-Jährige. «Wir sind zuversichtlich.»
Das Wrack liegt seit 91 Jahren in 210 Meter Tiefe. Es sollte an diesem Mittwoch an die Oberfläche gehoben werden. Die Fahrten von sieben Zuschauerschiffen mit rund 1000 Gästen zur Besichtigung der Bergung waren abgesagt worden.