Die Busbranche in Bayern kämpft mit Problemen. Betrieben falle es zunehmend schwer, ihre vertraglichen Verpflichtungen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und im Schülerverkehr zu 100 Prozent sicherzustellen, teilte der Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen (LBO) mit. Dabei sei der Bus gerade im ländlichen Raum wie Ostbayern ein unverzichtbares Verkehrsmittel. Der Verband fordert deshalb vom Freistaat eine verlässliche und langfristige Finanzierungszusage.
4.000 Busfahrer fehlen
Als Gründe nannte LBO-Geschäftsführer Stephan Rabl eine dramatische Unterfinanzierung des ÖPNV und nicht kostendeckende Verkehrsverträge. Zudem fehlten bayernweit rund 4.000 Busfahrerinnen und Busfahrer. Der Verband tritt deshalb unter anderem auch für auskömmliche und mittelstandsfreundliche Verträge ein, den Abbau der Bürokratie sowie eine Reform des Führerscheinrechts.
Ähnlich äußerte sich Franz Löffler (CSU), Landrat von Cham und Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Verkehr beim Bayerischen Landkreistag. «Die Herausforderungen vieler Landkreise zur Finanzierung des ÖPNV sind enorm», betonte Löffler. «Bund und Land müssen endlich handeln und eine zukunftsfähige Finanzierungsgrundlage auf die Beine stellen.»