Die bayerischen Sparkassen haben deutlich mehr private Immobilienkredite vergeben. 2025 wurden demnach Darlehen von 9,6 Milliarden Euro ausgezahlt - das waren 18 Prozent mehr als im Vorjahr, wie die Sparkassen mitteilten. Die Zusagen für Wohnungsbaukredite legten sogar um 28 Prozent auf 10,7 Milliarden Euro zu. Das ist zwar der zweite Anstieg in Folge, die Werte liegen aber immer noch deutlich unter dem Niveau des Jahres 2021, auf das ein deutlicher Einbruch gefolgt war.
Der Wunsch der Menschen nach den eigenen vier Wänden sei ungebrochen, sagt Stefan Proßer, Vizepräsident des Sparkassenverbands Bayern. Allerdings verwenden die Menschen nur einen Bruchteil der Kredite für Neubauten. Auf sie entfallen nur 2,3 Milliarden Euro der zugesagten 10,7 Milliarden Euro. Gut 7 Milliarden sind für den Erwerb von bestehenden Immobilien vorgesehen, eine knappe weitere Milliarde für Modernisierung und Sanierung. Angesichts dieses Verhältnisses entstehe keine wirksame Entlastung für den Wohnungsmarkt.
Dass zu wenig gebaut wird, führt Proßer unter anderem auf die Baupreise zurück. Diese seien seit 2021 um gut ein Drittel gestiegen. Das verschlechtere die Finanzierbarkeit einer Immobilie. Zudem schreckten auch die gegenwärtige globale Lage und hohe Unsicherheit Menschen von Neubaufinanzierungen ab.