Zwei Drittel der bayerischen Metall- und Elektrounternehmen, die mit chinesischen Unternehmen konkurrieren, berichten von einer Verschlechterung der Wettbewerbsposition in den letzten zwei Jahren. Hauptursache seien die steigenden Produktionskosten in Deutschland, sagt Verbandschef Bertram Brossardt: «Damit wird es immer schwieriger, die eigenen Produkte auf den Weltmärkten abzusetzen, die internationale Konkurrenz ist schlicht billiger.»
Die Energie-, Rohstoff- und Arbeitskosten im Inland seien zu hoch. Verschärft werde das Problem durch die Hilfen der Volksrepublik für die eigene Wirtschaft: «Zwei Drittel der Unternehmen berichten von massiven Subventionen für chinesische Wettbewerber», sagt Brossardt. 27 Prozent der bayerischen Unternehmen beklagen zudem eine Verschlechterung der technologischen Wettbewerbsfähigkeit und 12,5 Prozent die «Diskriminierung vor Ort» in China.
Faire Wettbewerbsbedingungen müsse die EU gegenüber China auch einfordern, mahnt der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw). China sei ein wichtiger Wirtschaftspartner, «doch es muss eine Partnerschaft auf Augenhöhe sein».