Igel, Maulwürfe, Mäuse, am Boden brütende Vögel - viele Tiere und deren Nachwuchs haben beim Hochwasser in Bayern keine Chance gehabt. Sie wurden weggeschwemmt oder deren unterirdische Bauten geflutet. Doch auch junge Störche litten unter dem massenhaften Regen: Im Süden Bayerns entdeckten Fachleute viele tote Küken.
Vor allem bei Wiesenbrütern wie dem stark bedrohten Großen Brachvogel habe es während des Hochwassers im Donauraum und der Regentalaue in der Oberpfalz große Verluste gegeben, sagte die Expertin Verena Auernhammer vom Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Hilpoltstein. «Da waren ganze Lebensräume unter Wasser.»
In Bayern gibt es dem LBV zufolge nur noch 500 Brutpaare vom Großen Brachvogel. Ein Glück sei gewesen, dass das Hochwasser nicht früher und damit zur Hauptbrutzeit gekommen sei, sagte Auernhammer. «Das hätte sicherlich noch massivere Auswirkungen gehabt.» Denn dann wären die gesamten Gelege verloren gegangen.
Regen als tödliche Gefahr
Zum Problem für die Vogelküken wurde zum Teil auch der über lange Zeit anhaltende Regen. «Wenn es nicht mehr aufhört, werden diese nicht mehr trocken», erläuterte Auernhammer. Geschwächte Tiere könnten dann sterben.