In Bayern sind nach Schätzung des Robert Koch-Instituts im laufenden Jahr schon rund 1.290 Menschen an den Folgen von Hitze gestorben. Zum Vergleich: 2025 waren es im gesamten Jahr 490 Menschen gewesen – und auch in den neun Jahren davor waren die Werte nie auch nur annähernd so hoch wie jetzt. Betroffen sind besonders ältere Menschen. Die Schätzung hat allerdings eine große Schwankungsbreite. Im laufenden Jahr reicht sie bis Kalenderwoche 30 – also bis zum 26. Juli.
Bayern ist der Schätzung zufolge aber weniger stark betroffen als andere Bundesländer. In Baden-Württemberg waren es trotz der niedrigeren Bevölkerungszahl laut RKI-Schätzung 2.490 Fälle, im ebenfalls kleineren Hessen 1.650 und in Nordrhein-Westfalen sogar 2.620.
Betrachtet man die geschätzten Hitzetoten pro 100.000 Einwohnern, liegt der Freistaat mit einem Wert von 9,7 im unteren Mittelfeld. Im Saarland ist der Wert mit 40,7 am höchsten, in Schleswig-Holstein mit 2,3 am niedrigsten.