Erst das Saarland, nun Bayern: Zum zweiten Mal binnen weniger Wochen reist Bundeskanzler Scholz (SPD) in ein Flutgebiet. Mit Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) wird er am Montag in Reichertshofen erwartet. Wie so viele andere Ortschaften wurde der oberbayerische Markt am Wochenende von Wassermassen überschwemmt. Ursache war der heftige Dauerregen, der vielerorts Flüsse und Bäche über die Ufer treten ließ. Etliche Kommunen riefen den Katastrophenfall aus, mindestens ein Mensch kam ums Leben. Und die Gefahr ist nicht gebannt: Meteorologen rechnen mit weiteren Niederschlägen. Nun rollt die Hochwasserwelle Richtung Niederbayern.
Am Abend spitzte sich die Lage in den schwäbischen Landkreisen Günzburg und Donau-Ries zu. Mehrere Orte nahe Auchsesheim wurden evakuiert. Die Behörden befürchteten, dass der ohnehin schon massiv durchweichte Damm der Schmutter überspült werden könnte. Auch die Donau und die Zusam sind in der Nähe. Kritisch war die Situation auch in Manching im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm. Ein Polizeisprecher sagte, man hoffe, dass die Dämme der Paar hielten.