Frühling im Tal, ein Meter Schnee am Berg: Nach dem jüngsten Wintereinbruch warten am langen Osterwochenende je nach Höhe sehr unterschiedliche Bedingungen auf Ausflügler in den bayerischen Alpen. «Für Bergwanderungen ist es in vielen Regionen noch zu früh», warnt der Deutsche Alpenverein (DAV). Bergsportler - ob zu Fuß oder auf Skiern - sollten besonders vorsichtig sein. Nicht zuletzt drohen auch Lawinen. Der frische Schnee lockt noch einmal auch die Skitourengeher.
Welche Ausrüstung wichtig ist
Wer angesichts der ungewöhnlichen Schneehöhen mit Schneeschuhen oder Tourenski in höhere Regionen aufsteigen will, sollte nicht ohne eine Notfallausrüstung für Lawinen losziehen - gerade wenn die Tour durch freies Gelände führt. Dazu zählen Lawinenverschüttetensuchgerät, Lawinenschaufel und Lawinensonde. Auch dabei gelte es, steile Hänge zu meiden.
Für den Trip in die Berge sei angesichts des Wetters auch die richtige Ausrüstung wichtig, teilt der DAV mit. Neben festen, knöchelhohen und wasserdichten Bergstiefeln plus Gamaschen sollten Wanderinnen und Wanderer wechselnden Temperaturen anpassbare Kleidung, Sonnencreme und Kopfbedeckungen sowie Grödel und Stöcke nicht vergessen.
Im Zweifel lieber nicht so hoch hinaus
Grundsätzlich gelte deshalb - trotz Frühlingswetter im Tal: im Zweifel lieber umdrehen oder eine einfache und kurze Tour wählen. Wer einen Ausflug in die Berge plane, sollte sich ausführlich mit Schnee und Wetter auseinandersetzen, im Zweifel einen Blick auf Webcam-Aufnahmen vor Ort werfen und seine Pläne anpassen.
Sicherere Routen führen laut DAV derzeit zu tiefer gelegenen Zielen durch flaches Gelände. Ausflügler sollten an Ostern also lieber durch die Täler oder in den Mittelgebirgen wandern, als sich 2000er-Gipfel in den Alpen als Ziele auszusuchen. Gerade in den Tälern seien derzeit auch Radl- und Mountainbike-Touren eine gute Alternative, für einen Ausflug in die Alpenregion.
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